Ein Feld, in dem viele gewinnen können

Ein Feld, in dem viele gewinnen können

Lisa Brennauer blickt auf den Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart 2026

Lisa Brennauer, Olympiasiegerin, mehrfache Weltmeisterin und eine der erfolgreichsten deutschen Radsportlerinnen ihrer Generation, bringt nach dem Ende ihrer aktiven Karriere ihre Erfahrung auch in die sportliche Arbeit des deutschen Radsports ein. So ist die zweifache Mutter heute als Berufssoldatin Bundestrainerin bei German Cycling (BDR) und beim Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart als Head of Elite Teams im Einsatz. Aus dieser doppelten Perspektive – als ehemalige Weltklassefahrerin und heutige Trainerin –  nimmt sie Stars, Favoritinnen und mögliche Rennverläufe der 2026 Edition in den Fokus.

Beim Blick auf die Startliste des Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart fällt mir vor allem eines auf: Es gibt in diesem Jahr nicht die eine Fahrerin, auf die sich alles konzentriert. Dafür stehen am Sonntag in Tamm zu viele Fahrerinnen am Start, die auf ganz unterschiedliche Weise ein solches Rennen gewinnen können. Und genau das macht es aus meiner Sicht besonders spannend.

Meine Einschätzung basiert auf der vorläufigen Startliste. Das endgültige Aufgebot der Teams steht erst am Vorabend des Rennens fest. Bis dahin kann es immer noch kurzfristige Änderungen geben. Wenn nicht gerade eine Fahrerin erkrankt, sich verletzt oder aus anderen Gründen kurzfristig ausfällt, können wir aber davon ausgehen, dass die hier genannten Fahrerinnen am Sonntag tatsächlich am Start stehen werden.

Natürlich beginnt die Liste der Favoritinnen mit Eleonora Gasparrini. Sie hat die vergangenen beiden Austragungen gewonnen und kommt mit UAE Team L’Imad erneut mit einer Mannschaft, die ihr viele taktische Möglichkeiten eröffnet. Mit Silvia Persico, Karlijn Swinkels und Dominika Włodarczyk stehen weitere Fahrerinnen im Aufgebot, die selbst Rennen prägen und entscheiden können. Und auch wenn der Kurs in jedem Jahr neu ist, weiß Gasparrini natürlich sehr genau, wie man dieses Rennen gewinnt. Gleichzeitig ist eine solche Serie auch eine Herausforderung: Wer zweimal hintereinander gewonnen hat, wird beim dritten Mal von allen beobachtet.

Nicht weniger stark besetzt ist für mich FDJ United–Suez. Das Team bringt mit Franziska Koch, Sofia Bertizzolo, Vittoria Guazzini, Amber Kraak, Marie Le Net und Ally Wollaston ein Aufgebot mit, das mehrere Varianten zulässt. Franziska Koch hat in dieser Saison unter anderem mit dem Sieg bei Paris Roubaix gezeigt, dass sie zur absoluten Weltspitze gehört. Sie ist eine Fahrerin, die Rennen sehr aktiv gestaltet und sich nicht davor scheut Verantwortung zu übernehmen. Solche Fahrerinnen sind bei einem Eintagesrennen immer gefährlich. Für mich zählt Franziska Koch auch in Tamm zu den Topfavoritinnen. Gemeinsam mit ihrer sehr endschnellen Teamkollegin Ally Wollaston sind beide für wirklich alle Rennsituationen bestens gerüstet.

Sehr interessant finde ich auch Lidl–Trek. Elisa Balsamo ist eine Fahrerin, die man als Gegnerin niemals in einer entscheidenden Gruppe mit ins Finale nehmen möchte. Wenn sie nach einem schweren Rennen noch dabei ist, kann sie im Sprint nahezu jede Konkurrentin schlagen. Dazu kommen mit Shirin van Anrooij, Loes Adegeest und Clara Copponi Fahrerinnen, die dem Team unterschiedliche taktische Optionen geben. Das kann auf einem Kurs, auf dem sich die Belastungen über viele kleinere Anstiege summieren, entscheidend sein.

Das Aufgebot von Canyon//SRAM ist stark und vielseitig. Cecilie Uttrup Ludwig bringt enorme Erfahrung mit und ist stark am Berg, Chiara Consonni verfügt über sehr viel Endschnelligkeit. Natürlich schauen wir besonders auf die deutsche Antonia Niedermaier. Mit ihrem vierten Gesamtrang bei der diesjährigen Tour de France Femmes avec Zwift und dem Gewinn des Weißen Trikots hat sie eindrucksvoll gezeigt, dass sie zur internationalen Spitze gehört. Ich traue ihr sehr viel zu. Um in Tamm zu gewinnen, müsste sie jedoch im Alleingang Richtung Ziel kommen.

Mit Liane Lippert steht bei Movistar eine weitere deutsche Topfahrerin am Start. Liane ist für mich gerade für ein solches Profil eine der interessantesten Fahrerinnen, weil sie ebenso unberechenbar wie das Rennen selbst ist. Sie ist vielseitig, kann ein Rennen sehr gut lesen und ist schnell, falls es zum Sprint aus einer Gruppe kommt. Wenn im Finale attackiert wird und das Feld bereits deutlich reduziert ist, würde es mich nicht überraschen, sie ganz vorne zu sehen.

Dann gibt es Namen, die vielleicht nicht bei jedem sofort ganz oben auf dem Favoritenzettel stehen, die ich aber keinesfalls unterschätzen würde. Christina Schweinberger und Yara Kastelijn bei Fenix–Premier Tech gehören für mich dazu. Beide können mit einem anspruchsvollen Rennverlauf umgehen. Und gerade bei einem Rennen wie diesem entscheidet am Ende eben auch, wer im richtigen Moment die richtige Gruppe erwischt.

Außerdem steht mit Linda Riedmann für Lotto Intermarche eine deutsche Fahrerin am Start, die bereits zweimal in Stuttgart auf dem Podium gestanden hat. Ihre Form stimmt und ich bin mir sicher, dass sie auch dieses Mal beim Women’s Cycling Grand Prix auf dem Treppchen stehen möchte, vielleicht reicht es dieses Mal ja bis ganz nach oben.

Ein Heimrennen setzt manchmal Kräfte frei, die sich vorher schwer kalkulieren lassen. Franziska Brauße startet mit REMBE | rad-net Women praktisch vor heimischem Publikum. Franziska kennt die Region, sie kennt solche Straßen und sie wird mit Sicherheit besonders motiviert sein. Das Publikum darf gespannt sein, welche Rolle sie spielen kann.

Der Reiz dieser Ausgabe liegt für mich darin, dass die starke Besetzung und der Streckenverlauf mit vielen Anstiegen und ständigen Chancen für Ausreißversuche den Verlauf und Ausgang des Rennens spannend und unvorhersehbar machen. Wir haben Fahrerinnen mit hoher Endschnelligkeit, starke Klassikerfahrerinnen, sehr gute Bergfahrerinnen und junge Athletinnen, die sich auf dieser Bühne zeigen wollen. Dazu kommen Teams, die nicht nur eine klare Kapitänin mitbringen, sondern mit mehreren Optionen ins Rennen gehen können.

Für uns als Veranstalter ist genau das die schönste Ausgangslage: Wenn am Sonntag gestartet wird, ist vieles möglich. Und wenn ein Rennen bis weit ins Finale hinein offenbleibt, dann ist das für Fahrerinnen und Zuschauer gleichermaßen die beste Voraussetzung für einen großen Radsporttag.

 

Ein echtes Heimrennen für mich 

Ein echtes Heimrennen für mich 

© Foto: Maximilian König

Radprofi Franziska Brauße startet am 13. September mit REMBE | rad-net beim Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart. Für die erfolgreiche Bahn- und Straßenradsportlerin, u.a. Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin, ist das Rennen ein besonderes: In der Region ist sie zu Hause, Familie und Freunde können sie an der Strecke unterstützen. Im Interview spricht sie über Heimvorteil, ihre aktuelle Form, die Vorbereitung auf die Bahn-WM, ihre Rolle im Team – und darüber, wie für sie der perfekte Renntag aussehen würde.

 

Hallo Franziska, der Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart ist für dich so etwas wie ein Heimrennen. Worin besteht der Reiz des Rennens? 

Für mich ist das Rennen besonders, weil es quasi mein Heimrennen ist und dadurch viele meiner Freunde und meiner Familie die Möglichkeit haben, meinem Team und mir beim Rennen zuzuschauen. In der Stuttgarter Innenstadt war die Stimmung in den vergangenen Jahren super und kam sehr nah an die Atmosphäre bei belgischen Klassikern oder Weltmeisterschaften heran. Außerdem sind wir in den vergangenen Jahren oft auf Straßen gefahren, die ich teilweise aus dem Training kenne. Das ist dann natürlich ein richtiger Heimvorteil. (lacht) 

Der Kurs führt in diesem Jahr von Tamm durch die Region. Was für einen Renncharakter erwartest du und wo könnte die Entscheidung fallen? 

Ich habe mir den Parcours zwar bereits auf der Karte angeschaut, aber noch nicht abgefahren, daher wäre es übertrieben zu sagen, ich kenne ihn. Aber, ich erwarte ein aktives Rennen und gehe davon aus, dass am Ende eine kleinere Gruppe um den Sieg kämpfen wird. Es gibt genügend kleinere Anstiege, an denen etwas passieren kann. Wahrscheinlich macht am Ende vor allem die Summe dieser ganzen Anstiege den Unterschied. 

Welche Art von Strecke liegt dir persönlich am besten? 

Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Ich mag kleinere Wellen, Zeitfahren und kann mich gut im Feld positionieren. Außerdem gehe ich gerne in Ausreißergruppen. Die bisherigen Strecken des Grand Prix haben mir wirklich gut gefallen. Die Hasenbergsteige war mir allerdings immer ein bisschen zu steil – obwohl die Stimmung dort der Hammer war! 

Wie zufrieden bist du mit deiner bisherigen Saison und wie schätzt du deine aktuelle Form ein? 

Die bisherige Saison verläuft gut. Der Wechsel von der WorldTour in ein Continental-Team war definitiv eine Umstellung. Neben den Bundesliga-Rennen stehen aber weiterhin internationale Rennen auf dem Programm. Es macht Spaß, wieder bei etwas kleineren Rennen zu starten und dafür auch häufiger auf dem Podium zu stehen. Die Deutsche Meisterschaft auf der Bahn lief vor allem gesundheitsbedingt nicht wie gewünscht, aber darüber bin ich inzwischen hinweg. Trotz der Umstellung im Team bin ich mit meiner Form zufrieden. Auch die Tests spiegeln dies. 

Welche Bedeutung hat der Women’s Cycling Grand Prix mit Blick auf deine weiteren Saisonziele? 

Der Grand Prix passt perfekt in meine Vorbereitung auf die Bahn-Weltmeisterschaften. Im Oktober startet die Olympia-Qualifikation und auf dem Weg dorthin ist das Rennen für mich ein wichtiger Baustein. 

Mit welchen Ambitionen geht ihr als REMBE | rad-net in das Rennen und welche Rolle übernimmst du im Team? 

Wir wollen auf jeden Fall ein offensives Rennen fahren. Die genaue Taktik besprechen wir am Abend vorher. Da das Rennen sehr stark besetzt ist, werden wir uns wahrscheinlich keine konkrete Platzierung als Ziel setzen. Mir macht es sehr viel Spaß in diesem Team. Wir sind eine super Mannschaft und arbeiten sehr gut zusammen. Im Rennen versuche ich auch, meinen Teamkolleginnen direkt Tipps weiterzugeben. Bei den meisten Rennen fahren wir mit Funk, das vereinfacht die Kommunikation natürlich. 

Du bist auf Bahn und Straße unterwegs. Unterscheidet sich deine Vorbereitung unmittelbar vor einem Rennen? 

Vor allem auf der Bahn habe ich relativ feste Rituale. Auf der Straße bin ich etwas entspannter. Für das Warmfahren auf der Bahn habe ich zum Beispiel extra eine Playlist. Da höre ich auch viel Deutschrap und generell Musik, die mich ein bisschen „aufputscht“. 

Hast du  einen persönlichen Glücksbringer, der dich bei Rennen begleitet? 

Ich trage immer die Kette von meinem Freund um den Hals. 

Wie gehst du mit Anspannung und Nervosität kurz vor dem Start um? 

Ich versuche mich daran zu erinnern, was ich kann und dass ich hart trainiert habe, um hier zu sein. Ich konzentriere mich auf mich selbst und auf meine Atmung. Und ein bisschen Aufregung ist ja auch nicht verkehrt. (lacht) 

Wer wird dich bei deinem Heimrennen vor Ort unterstützen? 

Es kommen viele Freunde und Familienmitglieder. Ein paar von ihnen fahren vorher sogar selbst beim ADAC Brezel Race mit. Das macht den Tag natürlich einmal mehr besonders. 

Wie sähe für dich der perfekte 13. September aus – und was wünschst du dir von den Fans an der Strecke? 

Der perfekte Rennverlauf? Ab Kilometer 40 in einer Spitzengruppe sein und dann als Erste über die Ziellinie fahren. (lacht) Von den Zuschauerinnen und Zuschauern wünsche ich mir vor allem, dass sie uns genug Platz zum Rennenfahren lassen und bei aller Begeisterung nicht zu weit auf der Straße stehen. Ansonsten: einfach so laut es geht anfeuern! Bringt eure Familie und Freunde mit und verbringt einen schönen Sonntag beim Radrennen. 

Zum AbschlussWenn du den Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart in drei Worten beschreiben könntest, wären diese?:  

Heimat – Highlight – schnell!

Vielen Dank und alles Gute für den 13. September!

Weltklasse-Frauenradsport kommt in die Region Stuttgart!

Weltklasse-Frauenradsport kommt in die Region Stuttgart!

Beim Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart 2026 erwartet die Fans am 13. September ein hochkarätiges internationales Starterinnenfeld: 18 Profi-Teams, darunter sieben der höchsten Kategorie UCI Women´s WorldTeam, gehen mit jeweils sechs Fahrerinnen auf die rund 130 Kilometer lange Strecke mit Start und Ziel in Tamm.

Angeführt wird das Feld von UAE TEAM L’IMAD mit Eleonora Gasparrini. Die Italienerin hat den Women’s Cycling Grand Prix bereits in den beiden Vorjahren gewonnen und nimmt 2026 das historische Triple ins Visier. 🔥

Doch auch die Konkurrenz ist Weltklasse: Allein mit FDJ UNITED–SUEZ, LIDL–TREK, FENIX–PREMIER TECH, CANYON//SRAM ZONDACRYPTO, MOVISTAR TEAM und LIV–ALULA–JAYCO stehen sechs weitere Teams aus der höchsten UCI-Kategorie am Start.

Dabei ebenfalls im Fokus: Cat Ferguson vom MOVISTAR TEAM. Die junge Britin zählt nicht nur zu den herausragenden Talenten des internationalen Frauenradsports, sondern hat beim Women´s Cycling Grand Prix nach Rang Zwei im Vorjahr noch eine Rechnung offen.

🇩🇪 Für ordentlich Lokalpower sorgt das deutsche **UCI Women’s Continental Team ****REMBE | RAD-NET ** mit Franziska Brauße. Die Olympiasiegerin geht nahezu vor der eigenen Haustür auf die Strecke und darf sich auf besonders viel Unterstützung aus der Region freuen.

18 Teams. 108 Fahrerinnen. Internationale Weltklasse. Ein Ziel: Tamm. 🏁

Eleonora Gasparrini siegt erneut in Stuttgarts City

Eleonora Gasparrini siegt erneut in Stuttgarts City

Die Italienerin Eleonora Gasparrini hat den Women’s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region 2025 gewonnen. Nach 124,2 anspruchsvollen Kilometern von Filderstadt durch die Region Stuttgart setzte sich die Profi-Fahrerin vom UAE Team ADQ im finalen Zielsprint entscheidend von der Konkurrenz ab und sicherte sich mit knappem Vorsprung den Sieg auf dem Stuttgarter Rotebühlplatz. Damit wiederholte Gasparrini zugleich ihren Vorjahreserfolg. Zweite wurde die Britin Cat Ferguson (Moviestar Team). Linda Riedmann, die im Team der Deutschen Nationalmannschaft startete, komplettierte nach einer starken Leistung auf Rang drei das Siegerpodium der dritten Auflage von Deutschlands wichtigstem Radrennen für Profi-Frauen.

„Ich kann es noch gar nicht so recht fassen, es wieder geschafft zu haben. Aber dieses Rennen und die Stadt scheinen mir wirklich zu liegen. Ich habe an der nahezu gleichen Stelle wie im Vorjahr anzugreifen versucht, und es hat perfekt geklappt. Ein großes Kompliment und Dankeschön geht dabei auch an mein Team“, kommentierte die glückliche Siegerin im Ziel ihre Leistung.

Das in Filderstadt gestartete Rennen verlief auf den ersten 100 Kilometern relativ eng beieinander. Erst auf dem von vielen Führungswechseln geprägten Schlussabschnitt mit zweieinhalb Zielrunden à 9,2 Kilometern in Stuttgart kam größere Bewegung in das Rennen, als immer wieder einzelne Gruppen versuchten sich abzusetzen. Besonders Augenmerk lag hier auf der mit 12 Prozent Steigung anspruchsvollen Hasenbergsteige, bei deren erster Überfahrt die LOTTO Baden-Württemberg Bergwertung anstand. Diese sicherte sich Katarzyna Niewadoma-Phinney vom Team CANYON//SRAM zondacrypto. Die im Vorfeld des Rennens als Mitfavoritin auf den Gesamtsieg gehandelte Polin hatte im letzten Jahr die Tour de France gewonnen und wurde bei der diesjährigen Frankreichrundfahrt für Profi-Frauen Dritte. Die beste Mischung aus Geduld, Energiereserven und entscheidendem Antritt bewies allerdings Gasparrini, für die es schlussendlich zum Sieg reichte.

Beim Women’s Grand Prix 2025, der nach der erfolgreichen Premiere 2023 direkt in die zweithöchste UCI-Kategorie eingestuft wurde, standen sieben Teams aus der höchsten Liga des Frauenradsports am Start, zudem viele deutsche Top-Fahrerinnen, darunter eine Nationalmannschaft, ein Bundesligateam und eine Lokalauswahl.

Offizielle Ergebnisliste des Women´s Cycling Grand Prix 2025

 

Erfolgreiches Breitensportrennen Brezel Race Stuttgart & Region powered by ADAC

Vor den Profi-Frauen waren am frühen Morgen bei zunächst regnerischen Bedingungen über 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Breitensportrennen Brezel Race Stuttgart & Region powered by ADAC auf der Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart gestartet. Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart sowie Tim Hauser, stellvertretender Vorsitzender der SportRegion Stuttgart gaben hierzu gemeinsam den Startschuss. Nach Wetterbesserung und Abtrocknung der Strecke wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach 60km beziehungsweise gut 120km ab 10.30 Uhr begeistert im Ziel auf dem Rotebühlplatz empfangen.

Brezel Race Stuttgart & Region powered by ADAC Ergebnisse

Tour de France-Siegerin 2024 Kasia Niewiadoma startet im Women´s Cycling Grand Prix

Tour de France-Siegerin 2024 Kasia Niewiadoma startet im Women´s Cycling Grand Prix

Katarzyna „Kasia“ Niewiadoma-Phinney, Siegerin der Tour de France 2024 und Drittplatzierte der diesjährigen Frankreichrundfahrt für Frauen, plant ihren Start am kommenden Sonntag beim Women´s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region. Die 30-jährige Polin steht auf der diesjährigen Meldeliste für Deutschlands wichtigstes Radrennen für Profifrauen im Aufgebot ihres deutschen World-Tour-Teams CANYON//SRAM zondacrypto.

Zuerst hatte der SWR als Medienpartner des Women´s Cycling Grand Prix hierüber berichtet, siehe: swr.de/sport

Der SWR überträgt das Rennen am Sonntag live ab 12.10 Uhr über folgende Kanäle:

swr.de/sport

YouTube 

ARD-Mediathek

 

 

Countdown zum großen Radsportfest mit 4.000 Aktiven

Countdown zum großen Radsportfest mit 4.000 Aktiven

Die Organisatoren und Partner des Brezel Race Stuttgart & Region und Women´s Cycling Grand Prix, v.l.n.r: Albrecht Röder (Streckenkoordinator), Christoph Traub (Oberbürgermeister Filderstadt), Ulrich Bock (Württembergischer Radsportverband e.V.), Volker Schwarz (Vorstand Finanzen ADAC Württemberg e.V.), Dr. Alexander Lahl (Regionaldirektor Verband Region Stuttgart), Dr. Clemens Maier (Sportbürgermeister der Landeshauptstadt), André Neumann (Veranstalter Inflame Events) 

Am Sonntag, 14. September, werden Stuttgart und die Region Stuttgart zur Radsporthochburg Süddeutschlands. Rund 4.000 Hobby-Radsportlerinnen und Radsportler starten dann beim Brezel Race Stuttgart & Region powered by ADAC in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Beim Women‘s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region 2025 stehen anschließend 120 Profi-Frauen in der großen Kreisstadt Filderstadt an der Startlinie.

Sportlich beginnt der Radsportsonntag mit dem Start des Wettbewerbs Brezel Race Kurz (60 km) um 8.45 Uhr auf der Theodor-Heuss-Straße in der Stuttgarter Innenstadt. Diesem folgt um 9.30 Uhr an gleicher Stelle das Brezel Race Lang (110 km). Bereits ab 10.20 Uhr werden die ersten schnellen Hobby-Radlerinnen und -Radler im Ziel auf dem Rotebühlplatz erwartet.

Parallel bereitet Filderstadt die Bühne für den Women‘s Cycling Grand Prix 2025, Deutschlands wichtigstes Radrennen für Profi-Frauen. 20 hochkarätige Teams mit jeweils sechs Fahrerinnen präsentieren sich hier zunächst nacheinander auf der Einschreibebühne neben der FILharmonie und begeben sich anschließend an die Startlinie. Mit dem Startschuss an der FILharmonie um 12.20 Uhr fährt das Feld der Profi-Frauen zunächst 4,5 Kilometer lang neutralisiert, das heißt in kontrolliertem Tempo einem Führungsfahrzeug folgend, durch Filderstadt. Die große Kreisstadt feiert an diesem Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Stadtfest. Im Stadtteil Sielmingen erfolgt der scharfe Start für das Peloton und eröffnet so das eigentliche Rennen. Auf einem sportlich anspruchsvollen Kurs über 124,2 Kilometer geht es dann für die Profi-Frauen durch die Landkreise Esslingen, Göppingen, den Landkreis Rems-Murr-Kreis sowie den Landkreis Ludwigsburg in Richtung Stuttgart. In der Landeshauptstadt können Zuschauerinnen und Zuschauer das Peloton gleich mehrfach hautnah erleben und anfeuern, wenn dieses sich auf zwei Schlussrunden durch die Stuttgarter Innenstadt auf das Finale auf dem Rotebühlplatz vorbereitet. Besonderer Höhepunkt noch vor dem Zielsprint dürfte die nicht nur bei eingefleischten Radsportfans beliebte Hasenbergsteige sein, die die Profi-Frauen gleich dreimal überwinden müssen.

Dazu Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart: „Mit dem Frauen-Profirennen Women‘s Cycling Grand Prix und dem Breitensportwettbewerb Brezel Race präsentiert sich Stuttgart erneut als Radsportstadt. Die wachsende Attraktivität dieses einzigartigen Formats zeigt sich in der wieder hochkarätigen Besetzung mit zahlreichen Women‘s WorldTour Teams sowie einer im Vergleich zum Vorjahr abermals um gut zehn Prozent gestiegenen Teilnehmerzahl beim Brezel Race. Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern ein erfolgreiches, verletzungsfreies Rennen und den Zuschauern spannenden und begeisternden Sport bei hoffentlich bestem Spätsommerwetter. Mein besonderer Dank geht an alle Helferinnen und Helfer sowie die Organisatoren und Partner, die das Event ermöglichen.“

Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart, ergänzt: „Dieses Rennen ist ein Aushängeschild für die Region Stuttgart – nach außen und vor allem für die Menschen hier bei uns. Entlang der Strecke spürt man Gemeinschaft und Begeisterung direkt vor der Haustür: beim Mitradeln, beim Anfeuern, beim Mitfiebern. Die wechselnden Routen machen jedes Jahr sichtbar, wie vielfältig und lebenswert unsere Region ist – mit Landschaften, die zum Erholen, zum Sporttreiben und zum Zusammenkommen einladen. Mein besonderer Dank gilt den Kommunen und den vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz dieses Erlebnis möglich machen. Die Region Stuttgart steht für Lebensqualität, Zusammenhalt und Vielfalt, genau das zeigt dieses Rennen eindrucksvoll. Lassen Sie uns dieses Signal gemeinsam aussenden.“

Christoph Traub, Oberbürgermeister von Filderstadt und Vorsitzender der SportRegion Stuttgart, fügt an: „Filderstadt ist bereit und freut sich sehr, am kommenden Sonntag die weltbesten Radprofi-Frauen als Startort und Gastgeber willkommen heißen zu dürfen, und dies insbesondere in Verbindung mit unserem großen Stadtfest zum 50-jährigen Bestehen. Wenn die Radprofi-Frauen mittags vor der FILharmonie in den Grand Prix starten und parallel tausende Hobby-Radlerinnen und Radlern beim Brezel Race unterwegs sind, dürfen wir uns alle auf einen sportlich spannenden und abwechslungsreichen Festivaltag mit hoher Strahlkraft für unsere SportRegion und unser Land freuen.“

Lisa Brennauer, Sportliche Leiterin des Women‘s Cycling Grand Prix, erklärt zum Profi-Rennen der Frauen: „Wir haben ein starkes Paket aus anspruchsvoller und attraktiver Streckenführung und einem hochklassigen Feld, in dem sich die Weltelite und regionale Spitzenfahrerinnen begegnen werden. Diese Mischung wird ohne Zweifel zu einem spannenden Rennverlauf führen und sowohl an der Strecke  als auch im TV für gigantische Bilder und begeisternde Eindrücke sorgen.“

André Neumann, Geschäftsführer des Veranstalters Inflame Events GmbH, ergänzt dazu: „In intensiven gemeinsamen Vorbereitungen mit unseren Förderern und bestehenden Partnern, gerade in den letzten Wochen, konnten wir zum einen ein äußerst hochwertiges Teilnehmerinnenfeld für den Women‘s Cycling Grand Prix gewinnen. Zudem können wir ein deutliches Plus an Hobbyradlerinnen und -radlern verzeichnen, darunter viele, die zum ersten Mal hier starten. Daneben stehen namhafte neue Partner, ob aus dem Endurance Sports Bereich oder als regionale Mittelstandsunternehmen, für eine positive und authentische Weiterentwicklung der Veranstaltung. Hierfür sind wir abermals sehr dankbar und freuen uns sehr darauf, unter diesen Vorzeichen am kommenden Sonntag gemeinsam ein auch nachhaltig erfolgreiches Radsportfestival auf die Straße zu bringen.“

Volker Schwarz, Finanzvorstand des Presentingpartners ADAC Württemberg e.V., fügt an: „Das Brezel Race ist mehr als nur ein sportliches Ereignis – es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Gemeinschaft und Fairness perfekt zusammenfinden. Werte, die nicht nur im Sport gelten, sondern jeden Tag im Straßenverkehr wichtig sind. Als ADAC setzen wir uns dafür ein, dass Mobilität sicher, fair und zukunftsfähig gestaltet wird. Deshalb unterstützen wir dieses Radsportevent von Anfang an mit voller Überzeugung und freuen uns, gemeinsam ein Zeichen für Rücksichtnahme und ein starkes Miteinander zu setzen.“

Attraktives Rahmenprogramm in der Stuttgarter City

Neben dem Sport auf der Strecke bietet die Veranstaltung mit der angebundenen Bike Expo auf der Stuttgarter Königstraße schon am Samstag, 13. September, zwischen 12 und 20 Uhr ein hochwertiges und attraktives Rahmenprogramm. Veranstaltungspartner sowie Aussteller der Radsport-, Freizeit- und Outdoorbranche präsentieren Produkte, Informationen und Mitmachaktionen für Besucherinnen und Besucher jeden Alters.

Im Rahmen der Bike Expo bietet der ADAC einen kostenfreien Fahrradcheck für Club-Mitglieder und Nichtmitglieder, Teilnehmer und Besucher. Der Eintritt ist frei.

Am Sonntag ist die Bike Expo zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet und bietet zusätzlich die Möglichkeit, das Frauen-Profirennen ab 12.25 Uhr auf einer großformatigen Video LED-Wand zu verfolgen. Daneben überträgt der Südwestrundfunk (SWR) das Rennen ab circa 14.00 Uhr live online und im TV.